Ich stelle mich vor…

Wenn ich mich und meinen Beruf vorstelle, sind die ersten Fragen:

Was ist DAS denn bitte?

Dafür braucht doch keiner Hilfe, oder?

Ich stelle mich darum gerne als Ausmistexpertin vor. Weil das Wort Ordnungscoach recht oft negative Emotionen hervorruft. Muss einem jemand beibringen, Ordnung zu halten? Nein, das muss man nicht – aber manchmal hilft einem genau diese Person, Dinge loszulassen, die man alleine einfach nicht schafft. Sei es, weil es „mal sehr viel Geld gekostet hat“, oder eine Sammelleidenschaft Überhand genommen hat, und tausende Bierdeckeln sich in der ganzen Wohnung tummeln. Manchmal kann man aus anderen Gründen nichts weggeben, zum Beispiel weil es an einen Menschen erinnert, den man selbst nur ganz schwer loslassen konnte.

Es gibt eine Unzahl an Dingen, die gehortet werden. An vorderster Stelle Bücher, alte Zeitschriften, Kleidungsstücke, die einmal sehr teuer waren oder nur für einen Anlass gekauft wurden. Aber auch Schuhe (das wäre mein persönliches Thema ☺ …), Stofftiere, Einsiedegläser und sogar hunderte schwarzer Socken, das alles habe ich schon bei verschiedenen Einsätzen gesichtet.

Nun zum WIE:

Keine Angst- ich schmeiße nichts weg, was meine Kunden behalten möchten. Ich begleite sie behutsam ( und wenn es sein muss auch ein bisschen energischer ) Dinge loszulassen. Im gewünschten Tempo. So weit wie möglich versuche ich die Sachen nicht im Müll landen zu lassen, sondern eine zweite Heimat zu finden. Dann lässt es sich gleich leichter los ☺ In vielen Orten gibt es soziale Einrichtungen, die alle halbwegs brauchbaren Sachen annehmen. Das ist auch ein wichtiger Aspekt: soviel wie möglich weiterzuverwenden und zu verschenken, denn einfach wegwerfen mag niemand.

Ja, und wenn dann ordentlich aussortiert ist, DANN gibt es für jedes Ding einen fixen Platz. Einen fixen Platz deswegen, um

1. nichts mehr suchen zu müssen

2. leichter Ordnung zu halten, und

3. weniger putzen zu müssen.

Ja, richtig gelesen: wenn weniger herumsteht und herumliegt schaut es:
a) immer ordentlich aus und man ist
b) viel, viel schneller mit dem Saubermachen fertig. Einer der Hauptgründe warum es bei mir ordentlich ist – ich putze nicht gerne ☺ ☺

Also startet los!

Mistet aus was das Zeug hält- und wenn es alleine nicht funktioniert, dann meldet euch einfach. Manchmal kann so ein Ordnungscoach wahre Wunder bewirken. Und wenn die ganze Sache mal zu laufen beginnt, geht´s dann fast von alleine.